Unsere Rektorin Frau Rosi Raucheisen hat sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Der Lehrerchor eröffnete die Feier mit dem selbst getexteten Lied „Von da Schui für immer fort“. Die Schüler waren an diesem Tag einfach spitze, sie hatten einige Mühen auf sich genommen, um ihre Rektorin würdig zu verabschieden. So verkündeten sie lautstark gleich zu Beginn bei den “Rohrbacher News“ den Abgang ihrer Rektorin sehr lebensnah, eben wie echte Zeitungsausträger. Der „Tanz Kikeriki“ war toll arrangiert und Frau Raucheisen wurde am Ende mit vielen Geschenken überrascht: Jedes Geschenk wurde einzeln mit einem vierzeiligen Vers überreicht, wie Nagellack, Sonnencreme, gesunde Getränke, einfach lauter Sachen, die man halt so als Rentnerin gebrauchen kann. Sie haben sich wirklich was einfallen lassen.
Nachfolgerin Tanja Huber hatte zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen und natürlich mit den Schülern und Schülerinnen, ein tolles Programm auf die Füße gestellt und einen Rückblick in Bildern für sich sprechen lassen: Man sah einen lebendigen Querschnitt der Rohrbacher Zeit von Rosa Raucheisen als Konrektorin und Rektorin.
„Immer warst du auf das Wohl der Schülerschaft bedacht und hast dich - wenn nötig - schützend vor das Kollegium gestellt. Du hattest immer ein offenes Ohr und eine offene Bürotür für alle. Sollte es dir einmal langweilig werden, dann komm gerne auf einen Besuch bei uns vorbei“, lud die neue Rektorin Tanja Huber die scheidende Rektorin ein.
Im Laufe der Schuljahre hat Rosi Raucheisen natürlich auch mit vielen Menschen zusammengearbeitet und viele wollten sich auch gerne persönlich von ihr verabschieden, wie Schulamtsdirektor/in Erich Golda und Ute Zellhöfer. Auch die beiden Altbürgermeister Peter Keck und Dieter Huber weilten unter den Gästen sowie die ehemaligen Rohrbacher Schulleiter/in Peter Otto und Katharina Dollinger Auch einige Elternbeiräte verabschiedeten sich von „ihrer“ Rektorin. „Und, und, und könnte man fortfahren, denn es waren viele Gäste gekommen, die der scheidenden Rektorin „LEBE WOHL“ sagen wollten und ihr zum „Rentnerleben“ gratulierten, unter ihnen auch der Pfarrer Isaac Shitjo. Auch bereits dabei war die „neue“ Konrektorin Eva Sterz, die Nachfolgerin von Tanja Huber. Viele Schulleiterkolleginnen und -kollegen sowie Mitglieder des Personalrats weilten unter den Gästen. Nicht zu vergessen die Elternbeiräte, die Rosi Raucheisen viele Jahre begleiteten – „immer auf Augenhöhe, mit Respekt, Gelassenheit und dem Ziel, tragfähige Lösungen zu finden“.
„Über zwölf Jahre haben Sie die Schüler unserer Gemeinde begleitet. Gleich zu Beginn meiner ersten Amtsperiode in der Coronazeit war die leidige Debatte um Lüftungsgeräte mit Hepa-Filtergeräten. Frau Raucheisen sagte nur: „Ja mei, Herr Keck, dann stellen wir die Kästen halt auf und in einem Jahr kommen sie in den Keller, was dann auch geschah“, erinnert sich Keck.
Das Highlight der letzten Jahre war die Generalsanierung der alten Schulturnhalle. Frau Raucheisen hat diese Sanierung gutgeheißen und „heute sitzen wir zu Ihrem Abschied hier in dieser sanierten Halle“.
Es hat sich viel getan. „Sie können Ihrer Nachfolgerin sagen, dass Sie ihr ein gut bestelltes Haus hinterlassen“, erklärte Keck und wünschte ihr Glück und Zufriedenheit in ihrem neuen Lebensabschnitt. „Genießen Sie Ihren Ruhestand“.
Der Pörnbacher Bürgermeister Helmut Bergwinkel war etwas kritischer. Er kennt Rosa Gößl – heutige Rosa Raucheisen - aus seiner Schulzeit in Reichertshofen. Er war der Meinung, dass er in der fünften Klasse in Deutsch, Mathematik, Musik und Kunst mehr als eine Drei verdient hätte und stellte ihr seinerseits ein Zeugnis aus.
„In Deutsch bemühte sie sich zwar der bayerischen Sprache, konnte Bayerisch als Muttersprache aber nicht umsetzen. Sie wäre auf alle Fälle immer sehr bemüht gewesen und ihr Weiterrücken in den nächsten Lebensabschnitt – Pension - ist nicht gefährdet. Hierfür bestätigte er ihr mit Prädikat: „Absolut empfehlenswer“.
Ein kurzer Rückblick noch auf Ihre Schulzeit:
Vor knapp 40 Jahren hat die scheidende Rektorin Rosi Raucheisen im August 1985 als Lehramtsanwärterin an der Rohrbacher Schule ihre Schulzeit begonnen und „nun spielt hier in Rohrbach auch der letzte Akt meines gesamten Berufslebens“, schaute die „Neurentnerin“ zurück auf ihr Berufsleben.
Sie lehrte an vielen verschiedenen Schulen, aber immer im Landkreis in allen Jahrgangsstufen der Hauptschule, heute Mittelschule, immer in Klassenleitung und auch als mobile Reserve. Sie war Lehrplanbeauftragte, Mittelschulbeauftragte, Schulbuchgutachterin, Betreuungslehrerin, Konrektorin und schließlich in Rohrbach wieder als Rektorin, wo sie sich zum Abschluss gerne feiern ließ.
„Vor 40 Jahren gab es eine Lehrerschwemme“ erinnert sie sich. Nun steht man vor einer katastrophalen Personalknappheit.
Aber an der Rohrbacher Schule wird zusammengehalten: „Jeder tut, was er kann und deshalb war es schön hier zu sein“, erklärt sie als Schulleiterin für 370 Schülerinnen und Schüler und gut 30 Lehrkräfte.
Rückblickend sagt Raucheisen. „Es war eine gute Zeit und dafür bin ich dankbar“.
Und sprach diesen Dank auch an ihre Mitkämpferinnen und Mitkämpfer aus.
Das liegt nun hinter ihr, wie sie auch erzählte, hat sie keine Pläne geschmiedet. „Ich freue mich auf die Freiheit und ich werde sie sicher mit Verstand füllen“
